Organspende

Ich selbst habe mich für die Organspende entschieden und besitze einen Organspendeausweis.


Nur als Impuls möchte ich hier schreiben, was mich bewogen hat, möglicher Organspender zu sein.

1.) Es ist für mich – auch aus religiösen Gründen – ein Akt der Nächstenliebe, wenn ich bei Hirntod und wo ich diesen irdischen Körper selbst nicht mehr nötig habe, anderen Menschen ein Weiterleben ermöglichen kann. Mir schadet es nicht, denn ich gebe doch nur das her, was ich sowieso nicht mehr brauche.

2.) Mein Körper ist für mich ein großartiges Geschenk, für das ich Gott sehr dankbar bin. Wenn dann noch zum Zeitpunkt meines klinischen Todes mein Körper in einem solchen Zustand ist, dass Teile davon anderen Menschen Leben ermöglichen und retten kann, die sonst vielleicht sogar sterben müssten, dann erfüllt mich dieser Gedanke mit großer Freude.

3.) Schon zu meinen Lebzeiten sind Teile von mir aus meinem Körper entfernt worden, so z.B. die Mandeln oder auch der Blinddarm (Appendix). Von denen habe ich mich schon sehr gut zu meinen Lebzeiten trennen können und es stört mich überhaupt nicht. Es wird mich also erst recht nicht stören, wenn mir in der Phase des Hirntods weitere Organe entnommen werden, die ich sowieso nicht mehr vermissen werde, weil ich sowieso klinisch tot bin.

4.) Nicht zuletzt auch aus ökologischen Gründen tendiere ich dazu, nach meinem Tod meinen Körper kremieren zu lassen, also eine Urnenbeisetzung vorzuziehen. Da deshalb wenige Tage nach meinen Tod von meinem Körper sowieso nur noch Asche übrig sein wird, muss ich das von mir, was anderen das Leben retten könnte, doch anderen nicht vorenthalten.

Autor: G. Wittka

gebürtig aus Gelsenkirchen-Buer, lebe und arbeite ich nun in Oberhausen und bin dabei ein Kind des Ruhrgebiets geblieben. Ich bin Theologe und römisch-katholischer Priester. Meine Interessen: Politik, Lesen, Singen und Fotografieren. Die Reihenfolge ist beliebig!