Frühzeitige Konsequenzen

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Nötige Vorsichtsmaßnahmen schon jetzt einüben

Die Ausbreitung von Corvid-19 verläuft in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich.
Auch in unserem Land ist die Ausbreitung regional sehr verschieden.

In verschiedenen Bereichen diskutierte man über notwendige Maßnahmen: Fußballspiele ohne Zuschauer, Schließung von Kirchen, teilweise Unterrichtsausfall in Schulen, mehr Möglichkeiten zum homeoffice, …

Wir brauchen hilfreiche Strategien, um die Ausbreitung des Virus zu verzögern, so sind sich viele ExpertInnen und PolitikerInnen einig.

Konkret einüben

Ich denke, auch ich als Einzelperson kann jetzt schon konkret damit beginnen, nötige Konsequenzen einzuüben, damit – wenn meine eigene Region (Stadt, Wohnviertel, …) von Coronainfektionen betroffen ist – ich in meinem veränderten Verhalten eingeübt bin.

Gestern zum Beispiel traf ich eine liebe Freundin. Normalerweise umarmen wir uns bei der Begrüßung. Aber bei dieser Begegnung haben wir beide sehr offen thematisiert, dass wir uns jetzt nicht umarmen wollen.
Dies haben wir nicht getan, weil wir meinten, dass wir uns schon jetzt anstecken könnten. Uns war wichtig, im alltäglichen Umgang bestimmte Verhaltensweisen einzuüben, die dann wichtig sind, wenn sie nötig sind.

Welche Maßnahmen kann ich persönlich einüben?

  • Bei der Begrüßung sich nicht umarmen oder die Hand reichen.
  • Schon jetzt einüben, immer in die Ellenbeuge zu husten, auch wenn ich nicht krank bin.
  • Möglichst einen guten Abstand zu anderen Menschen einhalten.
  • Größere Menschenansammlungen zu vermeiden.
  • Sich häufiger und sorgfältiger die Hände zu waschen.
  • Möglichst oft nach draußen gehen.
  • Die eigene Wohnung immer wieder gut lüften.
  • Unnötige Reisen vermeiden.

Wenn ich jetzt schon beginne, diese Maßnahmen einzuüben, obwohl streng genommen dafür in meinem persönlichen Umfeld noch keine Notwendigkeit besteht, dann sind sie für mich selbstverständlich, wenn sie wirklich auch nötig sind.

Und im Raum der Kirchen?

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In denke, dass es auch hier nötig ist, schon jetzt Maßnahmen einzuüben. Dazu gehören für mich:

  • Die Weihwasserbecken an den Kircheneingängen zu leeren und sie nicht mehr zu benutzen.
  • Sich beim Friedensgruß nicht mehr die Hand zu reichen.
  • Zur/zum NachbarIn den nötigen Sitzabstand zu halten (in manchen Kirchen heute angesichts der geringen Besucherzahlen kein Problem mehr!).
  • Nur noch die Handkommunion zu reichen.
  • Kelchkommunion nur noch für den Hauptzelebranten.

Ich denke, es ist nicht überzogen, wenn wir schon jetzt die Schritte einüben, die dann unumgänglich sein werden, wenn sie nötig sind.

Und wie denken Sie darüber?

Autor: G. Wittka

gebürtig aus Gelsenkirchen-Buer, lebe und arbeite ich nun in Oberhausen und bin dabei ein Kind des Ruhrgebiets geblieben. Ich bin Theologe und römisch-katholischer Priester. Meine Interessen: Politik, Lesen, Singen und Fotografieren. Die Reihenfolge ist beliebig!