Genießen – Kaffee und Gottes Wort

© für alle Bilder in diesem Beitrag: Gerd Wittka, 2020

Seit meiner Freundschaft mit Sr. Bonifatia Keller, O.P. (+) ist es eine gute Angewohnheit von mir, bei einer guten Tasse Kaffee das Wort Gottes mit zu genießen!

Wir beide haben für uns diese Form entdeckt. Danke dafür, Bonni!

Füreinander …

… beten

„Schließen Sie mich bitte in Ihr Gebet ein!“ „Beten Sie für mich!“„Denken Sie an mich im Gottesdienst!“

Solche oder ähnliche Bitten oder Aufforderungen bekommen wir SeelsorgerInnen immer wieder.

Mitunter erwidere ich diese Bitte, in dem ich sage: „Beten Sie auch bitte für mich!“

Solche (gegenseitigen) Bitten zeigen mir: wir geben was auf die Für-Bitte anderer.

In den gemeinsamen Gottesdiensten hat dieses fürbittende Gebet einen ganz zentralen Ort und ist von großer Bedeutung.

Aber gerade in Corona-Zeiten gibt es kaum öffentliche und gemeinschaftliche Gottesdienste.

Wie ist es dann möglich, dieses fürbittende Gebet regelmäßig aufrecht zu erhalten?

Bei uns in der Krankenhaus-Seelsorge im Johanniter-Krankenhaus in Oberhausen haben mein evangelischer Kollege und ich dafür eine Möglichkeit gefunden:

Wir haben einen Gottesdienstvorschlag aus der evangelischen Kirche aufgegriffen und bieten nun jeden Mittwoch mittags um 13.00 Uhr einen

Stellvertretungsgottesdienst

an.

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Kreuz und Humor

Bild von Monika Robak auf Pixabay

Ein mir bekannter Gastronom hat in diesen Corona-Zeiten vor seinem Restaurant hier in Oberhausen-Sterkrade ein „finest food to go“ eingerichtet.
In der Zutrittszone hat er ein Körbchen aufgestellt mit Kreuzen und eine Tafel mit dem Hinweis: „Jeder nur ein Kreuz“.

Das ist ein Zitat aus dem Film: „Das Leben des Brian“.

Dieses Bild hatte er bei facebook veröffentlicht, was ich dann ‚ge-liked‘ habe.
Danach schrieb er mir in einer Nachricht. „Voll cool, dass du ein ‚like‘ gibst; ein Geistlicher der Humor versteht…“

Zwar ist der Humor von Monty Phyton nicht mein Humor, aber auch ich kenne diesen Film und das Zitat. Und ich finde dieses Schild ‚witzig‘ im Wortsinne.

Die Rückmeldung des Gastronom hat mich gefreut, aber ich fand es auch bemerkenswert. Sollte es nicht so sein, dass wir Christen – und unter ihnen auch die Geistlichen – Humor verstehen?

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Welttag der geistlichen Berufe – Predigt

Bayerischer Rundfunk – Meldung:
08.05.2019, 15:26 Uhr
„Papst: Keine schnelle Entscheidung beim Diakonat der Frau
Eine schnelle Entscheidung zur Einführung eines Frauendiakonats in der Katholischen Kirche wird es so bald nicht geben. Das bestätigte Franziskus auf dem Rückflug von seiner dreitägigen Balkan-Reise gegenüber mitreisenden Journalisten.
Die von ihm eingesetzte Kommission, die seit zweieinhalb Jahren den kirchengeschichtlichen Hintergrund aufklären sollte, habe ihre Arbeit beendet, sei aber nicht in allen wichtigen Punkten zu einer einheitlichen Sichtweise gekommen….“

(zitiert nach: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/papst-katholische-frauen-werden-nicht-so-bald-diakonin,RPrXJi4 )

Bild von Andrys Stienstra auf Pixabay

Liebe Schwestern und Brüder,

ich sehe schon wieder die enttäuschten Gesichter derer vor mir, die sich möglichst schnell und kurzfristig eine Entscheidung des Papstes für das Diakonenamt der Frau in unserer Kirche gewünscht hätten.

Die Frage nach der Zulassung zum Weiheamt in unserer Kirche wird seit Jahrzehnten diskutiert und hat durch das „Basta“ von Papst Johannes Paul II. nur eine kurzfristige Abschwächung erlebt.
Aber in den letzten Monaten brandet dieses Diskussion wieder auf. Und selbst Bischöfe kommen aus ihren Büschen und wagen vorsichtig zustimmende Äußerungen in den Fragen, sei es die Zulassung von verheirateten Männern zum Priesteramt oder die Abschaffung des Pflicht-Zölibates oder die Zulassung der Frauen zu Diakonen- und sogar Priesteramt.

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