Erneuerung des Denkens

Permanente Wandlung und Veränderung liegt im Wesen der Natur und des Lebens.
Welche geistliche Botschaft können wir daraus entnehmen?

Predigt am 22. Sonntag – A – 2020
Lesungstext: Röm 12, 1-2

„… Ich ermahne euch also, Brüder und Schwestern, kraft der Barmherzigkeit Gottes, eure Leiber als lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer darzubringen – als euren geistigen Gottesdienst.
Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene!…“

Quelle: https://www.bibleserver.com/EU/R%C3%B6mer12

Sammlung und Nachdenken – Quelle: Bild von Pexels auf Pixabay

Liebe Schwestern und Brüder,
zu welcher Art Menschen gehören Sie?
Lieben Sie die Veränderung, sei es geplant oder auch spontan?
Oder gehören Sie eher zu den Menschen, die das Gewohnte und Vertraute vorziehen, die sich sicherer und wohler fühlen, wenn das Leben ‚nach Plan läuft‘?

Diese Fragen sind völlig wertfrei zu verstehen.


Es kann hilfreich sein, für sich zu erkennen, wie man selber tickt.
Wenn wir das nämlich verstanden haben, dann verstehen wir auch unsere Reaktionen darauf, wenn Veränderungen in unserem Leben von außen her auf uns zukommen.


Wer keine Veränderung mag, wird schnell bemüht sein, das Alte und Gewohnte zu verfolgen und wenn es sich verändert, den vorherigen Zustand wieder herzustellen.
Wer keine Veränderung mag, wird viel Energie darauf verwenden, Veränderungen zu verhindern.

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Reparieren und funktionieren?! – Nein, danke!

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Seit nun über zwei Monaten bin ich dienstunfähig.
Ich sehne mich danach, wieder zu arbeiten und meinen Dienst zu übernehmen.
Ich sehne mich danach, wieder für andere da sein zu können.

Doch noch scheint es nicht so weit zu sein.
Die Auszeit, die mir die Erkrankung gibt, lässt mich ahnen:

Es geht nicht nur darum, dass ich wieder ‚repariert‘ werde und dann wieder ‚funktioniere‘ wie vorher.

Intuitiv spüre ich: wenn diese Phase der Krankheit nicht auch Folgen und Veränderungen für mich bringt, dann ist ihre Chance für mich vertan.

Bild von mrplum52 auf Pixabay

Die Krankheit wirft mich zurück auf Fragen, die mein Leben berühren:

  • Was erwarte ich (noch und) in Zukunft von meinem Leben?
  • Will die Krankheit mich in eine tiefere Dimension meines Lebens und meiner Spiritualität führen?
  • Worauf macht sie mich aufmerksam?
  • Führt sie mich in Bereiche, in die ich ohne sie nicht hätte gehen wollen?
  • Stellt sie mir nicht auch eine gewisse Unausweichlichkeit vor Augen?
Bild von skeeze auf Pixabay

Ich kann nicht nur einfach in das ‚alte‘ Leben zurück.

Die Krankheit weist mich auf einen nötigen und notwendigen Wandel in meinem Leben hin.

Vielleicht kein ‚Zufall‘, dass sie mich in meinem 57. Lebensjahr erreicht.

ICH

WERDE!